Heilpraktikerin, eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie

Als Heilpraktikerin, eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie rechne ich nicht mit den Gesetzlichen Krankenkassen ab.

 


Welche Ausbildung hat ein Heilpraktiker, eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie?

Heilpraktikergesetz

Das Heilpraktikergesetz ist das „Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung vom 17.02.1939 (RGBI. I. S. 251) und der Ersten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz vom 18.02.1939 (IGBI. I. S. 259))“.

Die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung – beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie – wird vom zuständigen Landratsamt erteilt. Hierzu prüft das zuständige Landratsamt (Gesundheitsamt) ob die gesetzlich geforderten Voraussetzungen zur Erteilung der oben genannten Erlaubnis erfüllt sind.

Durch eine Prüfung bei einem zuständigen Gesundheitsamt wird festgestellt, ob der Antragsteller / die Antragstellerin über ausreichende Fähigkeiten und Kenntnisse zur Ausübung der Psychotherapie verfügt.

Wie das Wissen über psychische Erkrankungen, Psychotherapie und Psychotherapiemethoden erworben wird, ist sehr unterschiedlich. Es gibt eine Vielzahl von Angeboten, die auf die Überprüfung beim Gesundheitsamt vorbereiten. Eine Vorbereitung im Selbststudium ist ebenfalls möglich.

Zusätzlich zur Vorbereitungsseminaren oder Selbststudium zur Überprüfung beim Gesundheitsamt, haben die meisten Heilpraktiker, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie Fortbildungen in einer oder mehreren Psychotherapiemethoden gemacht. Welche Ausbildung und Kompetenzen ein Heilpraktiker, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie hat, ist also sehr unterschiedlich.

Hier lohnt es sich, sich im Vorfeld darüber zu informieren welche Methoden und in welchem Umfang der Heilpraktiker, eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie erlernt hat.

 

Heilpraktiker, eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie sind keine Psychotherapeuten und dürfen sich auch nicht so nennen, da es sich bei diesem Begriff um einen durch das Psychotherapeutengesetz geschützten Begriff handelt.

 

Ausführliche Informationen darüber wer alles Psychotherapie anbieten darf und zu Therapieverfahren finden Sie auf der Seite www.therapie.de


 

Was ist Psychotherapie?

Das Wort Psychotherapie bedeutet „Behandlung / Pflege der Seele“ oder Behandlung von seelischen Problemen.

Als Psychotherapie bezeichnet man die Behandlung von emotionalen, psychischen und psychosomatischen Problemen, die einen Krankheitswert haben mit psychotherapeutischen Methoden.

Die Hypnosetherapie oder Hypnotherapie zählt zu den Psychotherapiemethoden.

Psychotherapie verfolgt das Ziel, psychische Krankheiten zu lindern und zu heilen.

Zu psychischen Erkrankungen zählen unter anderem Ängste, Zwänge, Essstörungen, Traumata (Vergewaltigung, Missbrauch, Unfall) und psychosomatische Erkrankungen.

Eine Psychotherapie kann auch begleitend zur medizinischen Behandlung von scheren körperlichen Erkrankungen eingesetzt werden, da diese für die Betroffenen häufig zu großen psychischen Belastungen führen.

 

Wann ist eine Psychotherapie ratsam?

Die meisten Menschen können in Ihrem Leben neben guten, angenehmen Zeiten auch auf Lebensabschnitte zurückblicken in denen sie sich psychisch belastet gefühlt haben. Die überwiegende Zahl der Menschen kommt mit diesen psychischen Krisen auch gut ohne therapeutische Hilfe zurecht.

Der Austausch mit vertrauten Personen wie Freunden, Familie oder dem Lebenspartner können in solchen Krisen für die Betroffenen eine große Unterstützung sein.

Manche Menschen haben jedoch niemanden, mit dem sie über Ihre Probleme sprechen können, fühlen sich von Ihrem Umfeld unverstanden oder die Gespräche reichen nicht aus um die Krise zu bewältigen.

 

Wenn eine psychische Krise über längere Zeit andauert, kann es für die Betroffenen hilfreich sein professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Menschen die über längere Zeit unter psychischen Belastungen und Probleme leiden oder körperliche Symptome haben, die durch keine ärztliche oder fachärztliche Untersuchung erklärt werden können, sollten sich nicht davor scheuen sich Hilfe zu suchen.

Viele Betroffene haben Angst vor den Vorurteilen anderer Menschen, wenn diese erfahren, dass sie eine Psychotherapie machen. Andere denken von sich, sie seien verrückt, wenn sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und können sich so nur schwer zu einer Therapie entscheiden.

Haben Sie Ihre Probleme erkannt, dann scheuen Sie sich nicht davor eine Therapie zu machen.

Ihre Entscheidung für den Therapiebeginn zeigt, dass sie motiviert sind Ihre Probleme zu bewältigen und für sich selbst Sorge tragen.

Ihre persönliche Motivation zur Psychotherapie und die Bereitschaft, sich mit Ihren psychischen Problemen und mit sich selbst auseinander zu setzen beeinflusst den Therapieerfolg.

 

 

Psychische Probleme und Erkrankungen

Häufige psychische Probleme, die mit einer Psychotherapie behandelt werden können sind unter anderem:

  • Ängste (soziale Angst, Panikattacken, Phobien, Prüfungsangst, generalisierte Angst)
  • Stressbedingte Erkrankungen, Burn-out
  • Essstörungen (Bulimie, Magersucht, Übergewicht)
  • Sucht (z. B. Nikotinabhängigkeit)
  • Begleitend zur ärztlichen Behandlung bei schweren körperlichen oder chronischen Erkrankungen (Psychosomatik)
  • Zwangserkrankungen
  • Psychosomatische Erkrankungen und Beschwerden: psychisch bedingte Störungen von körperlichen Funktionen
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Traumata (Unfall, Missbrauch, Vergewaltigung); traumatische Erlebnisse (auch aus der Kindheit)
  • Lebenskrisen (Trennung, Trauer, Eifersucht, andere lebensverändernde Ereignisse)

Welcher Therapeut ist der richtige für mich?

Neben der fachlichen Kompetenz des Therapeuten ist das Vertrauensverhältnis zwischen Therapeut und Klient von entscheidender Bedeutung für den Therapieerfolg.

Vertrauen ist wichtig. Hören Sie bei der Wahl Ihres Therapeuten auf Ihr Bauchgefühl. Eine wichtige Voraussetzung für den Therapieerfolg ist, dass sie sich bei Ihrem Therapeuten gut aufgehoben fühlen und Ihm vertrauen können, Sie sollten sich von Ihm angenommen und verstanden fühlen.

 

Ziele einer Therapie

Eine Psychotherapie hat das Ziel Veränderungen im Denken, Fühlen und Verhalten zu bewirken.

Zu Beginn der Therapie wird ein realistisches Therapieziel festgelegt, im Laufe der Therapie sollte der Klient seinem Ziel immer näher kommen. Der Klient sollt sich selbst besser kennenlernen und verstehen lernen (Persönlichkeitsentwicklung).

Ziele einer Therapie können unter anderem sein:

  • Ursachen für das Problem / Krise erkennen
  • Individuelle Strategien / Lösungen entwickeln um das Problem zu lösen
  • Konkrete Lösungsschritte für ein Problem finden
  • Neue Einstellungen entwickeln (alte Glaubenssätze auflösen)
  • Unliebsame Verhaltensmuster erkennen und ändern
  • Lernen entspannt zu bleiben (Entspannungsverfahren; Selbsthypnose)
  • Strategien entwickeln sich nach Abschluss der Therapie selbst helfen zu können

 

Psychotherapieverfahren

Es gibt eine Vielzahl von psychotherapeutischen Richtungen, Schulen und Verfahren mit sehr unterschiedlichen Methoden.

Im folgenden werden einige wichtige Psychotherapieverfahren genannt. Die Liste ist jedoch keinesfalls vollständig.

 

Verhaltenstherapie

Kognitive Verhaltenstherapie

Rational-Emotive-Therapie nach Ellis

Psychoanalytische Therapie / Psychoanalyse

Hypnosetherapie / Hypnotherapie

Humanistische Psychotherapie

Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie nach Rogers / Gesprächstherapie

Gestalttherapie nach Perls

Psychodrama von Moreno

Logotherapie nach Frankl

Transaktionsanalyse von Berne

Kunsttherapie

Systemische Therapie