Wenn das Herz schmerzt

Liebeskummer und Trennungsschmerz

Wer kennt es nicht? Liebeskummer tut weh und kostet viel Kraft. Er ist eine emotionale Krise in der die Welt grau und sinnlos erscheint. Gefühle von Wut, Trauer, Hoffnung, Enttäuschung, Eifersucht, Selbstzweifel, Einsamkeit, Schmerz und oft auch Wertlosigkeit und Angst treten auf und wechseln sich ab. Die Emotionen sind oft so stark, dass sie uns Angst machen können. Liebeskummer erscheint uns als Katastrophe für unsere Psyche.

 

Liebeskummer

Herzschmerz ist keine Frage des Alters

Liebeskummer und Trennungsschmerz hat wohl jeder in seinem Leben schon einmal durchlebt. Es betrifft nicht nur junge Menschen, auch Menschen in der Lebensmitte und auch im höheren Alter können an Liebeskummer leiden.

 

Liebeskummer in Beziehungen und bei unerfüllter Liebe

Liebeskummer tritt in verschiedenen Situationen auf. Am häufigsten leiden Menschen nach einer Trennung vom Partner an Liebeskummer beziehungsweise Trennungsschmerz. Jedoch auch die unerfüllte, unerwiderte Liebe führt zu Liebeskummer. Selbst in einer Beziehung kann das Gefühl des Liebeskummers auftreten, wenn sich die Partner durch ungünstige Lebensumstände selten sehen können, größere Uneinigkeiten in der Beziehung bestehen oder einer der Partner eine Affäre hat.

 

Hypnose bei Liebeskummer und Trennungsschmerz

Hypnose kann auf vielfältige Weise bei der Überwindung von Kummer und Schmerz bei einem gebrochenen Herzen hilfreich sein.

Jedoch kann keine Hypnose – und sei der Hypnotiseur oder die Methode auch noch so gut – den Schmerz einfach wegzaubern. Liebeskummer bessert sich dann, wenn der Betroffene und dessen Unbewusstes dazu bereit sind ihn loszulassen. Hierbei kann Hypnose als Kommunikationskunst mit dem Unbewussten sinnvoll eingesetzt werden.

  • Hypnose kann den Stress, der durch den Liebeskummer im Körper entsteht, senken.
  • Individuelle Ressourcen, die für die Bewältigung des Trennungsschmerzes hilfreich sind, können aktiviert werden. Die Trauer kann so besser und häufig schneller bewältigt werden.
  • Hypnose kann Sie darin unterstützen eine neue Zukunftsperspektive zu erarbeiten. Diese Neuorientierung ist für die endgültige Bewältigung der Trennung nötig.
  • Mit Hilfe von Hypnose können Sie einen liebevollen Umgang mit sich selbst fördern.

Wie viel Zeit und wie viele Hypnosesitzungen für die Bewältigung des Liebeskummers benötigt werden ist individuell verschieden. Besserung sollten Sie bereits nach der ersten Sitzung verspüren.

 

Trennung und Trennungsschmerz

Liebeskummer Trennungsschmerz überwinden

Jede Trennung oder Scheidung ist schmerzhaft. Die Trennungsphase wird häufig als Lebenskrise wahrgenommen. Sie ist schwierig und belastend. Der Weg durch den Schmerz hin zur Neuorientierung kostet viel Kraft und dauert oft längere Zeit. Doch Durchhalten lohnt sich. Jede Krise beinhaltet auch die Chance aus ihr gestärkt hervorzugehen.

Die vier Phasen des Trennungsschmerzes

Der Verlauf von Trennungsschmerz wird von Experten häufig in vier Phasen unterteilt. Diese Phasen müssen nicht immer nacheinander verlaufen, sie können sich auch abwechseln. Und auch untypisch verlaufender Trennungsschmerz ist möglich. Die folgende Einteilung in vier Phasen soll Ihnen jedoch eine grobe Orientierung darüber geben, wie der Prozess der Trennung und Trauer typischerweise verläuft. So haben Sie einen groben Wegweiser an der Hand, durch welche Phasen auch Sie gehen werden. Sie können sehen, dass am Ende dieser Phasen der Schmerz überwunden ist und die Neuorientierung steht.

Wie lange die einzelnen Phasen dauern ist sehr unterschiedlich. Die Dauer hängt von der bestehenden Situation, der beendeten Beziehung und Ihrer Persönlichkeit ab.

 

Verleugnung und Verdrängung – nicht wahrhaben wollen

Die Trennung ist ein Schock für uns. Wir wollen es nicht wahrhaben was geschehen ist. Wurden wir verlassen, so sagen wir uns in dieser Phase, dass er oder sie sicher zu uns zurückkommen wird. Wir können uns einfach nicht vorstellen, dass diese Beziehung nun vorbei ist. Wir leben in der Hoffnung, dass alles wieder gut werden wird.

Mit der Verleugnung schützen wir uns selbst vor den uns angstmachenden, überwältigenden Emotionen die in uns aufsteigen könnten. Der Schmerz den wir empfinden ist kaum auszuhalten. Wir fühlen uns häufig verzweifelt.

 

Wut und Trauer – aufbrechende Gefühle

In der zweiten Phase realisieren wir, dass die Trennung Realität ist. Unsere Hoffnung schwindet und das Gefühl der Verzweiflung bietet sich aus. Wut, Zorn, Ärger, Trauer wechseln sich ab.

Unsere Gedanken drehen sich ständig um den Menschen der uns verlassen hat. Oft bekommen wir Selbstzweifel. Fragen uns immer wieder nach dem „Warum?“, „Was hätte ich tun können um die Trennung zu verhindern?“. Wir fühlen uns schuldig und machen uns häufig Selbstvorwürfe.

In dieser Zeit kommt es häufig zu körperlichen Symptomen.

Häufig verspüren wir jetzt Angst und fühlen uns energielos.

Die Wut auf den Ex-Partner kann in dieser Phase sehr groß werden, dass wir Rachegedanken haben.

 

Verarbeitung der vergangenen Beziehung und Neuorientierung

In dieser Phase finden wir neuen Lebensmut. Langsam können wir uns eine Zukunft auch ohne den Partner vorstellen. Mit zunehmendem zeitlichen Abstand können wir einen objektiveren Blick auf die vergangene Beziehung richten.

 

Akzeptanz und neues Gleichgewicht

 

 

 

 

 

 

 

 

Körperliche und psychische Symptome

Sowohl Körper und Psyche leiden.

Nicht selten geht starker Liebeskummer und Trennungsschmerz mit körperlichen Beschwerden einher. Betroffene leiden dann häufig an Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, allgemeinem Unwohlsein, Müdigkeit und einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Auch psychosomatische Bauch-, Magen- oder Kopfschmerzen können auftreten.

Betroffene klagen häufig über verschiedene Ängste, Zukunftsängste oder sogar Panikattacken. Sie fühlen sich traurig, antriebslos und depressiv. Auch Weinkrämpfe und Gefühle der Hilflosigkeit können auftreten. Starke Emotionen wie Wut, Trauer, Enttäuschung, Eifersucht, Selbstzweifel, Einsamkeit, Wertlosigkeit, aber auch Hoffnung beherrschen unser Seelenleben.

Manchmal leiden Menschen so stark, dass sie ihren normalen täglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können oder sogar Selbstmordgedanken haben.

Wenn Sie das Gefühl haben Ihre Situation alleine nicht bewältigen zu können, dann scheuen Sie sich nicht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Haben Sie Selbstmordgedanken suchen Sie bitte umgehend einen Arzt, einen Psychotherapeuten, eine Beratungsstelle oder in dringenden Fällen eine psychiatrische Klinik auf.

Auch bei länger anhaltenden körperlichen Beschwerden sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen.

 

Ist Liebeskummer eine Krankheit?

In den meisten Fällen können Menschen Ihren Kummer und ihren seelischen Schmerz ohne therapeutische oder professionelle Hilfe bewältigen. Sie können aus eigenen Kraft innere Ressourcen nutzen und aktivieren um ihre Trauer und die Krise zu bewältigen. Es ist ihnen möglich weiterhin ihren täglichen Verpflichtungen nachzukommen. Sie empfinden die Trennung als Krise und spüren Symptome des Liebeskummers wissen jedoch, dass auch diese Phase vorbei gehen wird. Es ist Ihnen, auch wenn es manchmal schwer fällt, weiterhin möglich zur Arbeit zu gehen oder sich um ihre Kinder zu kümmern. Sie sorgen gut für sich selbst und haben häufig ein gutes soziales Netzwerk, dass sie in der Krise als Unterstützung empfinden. Körper und Psyche erholen sich recht schnell von diesem belastenden Lebenseinschnitt. In diesem Fall ist Liebeskummer eine Krise im Leben, die vom Betroffenen jedoch gut bewältig wird.

Häufig kommt es jedoch auch vor, dass Menschen nach einer Trennung dass Gefühl haben, dass der Schmerz nicht enden will. Sie leiden über einen längeren Zeitraum an körperlichen und psychischen Symptomen. Fühlen sich verzweifelt, energielos, frustriert und flüchten häufig in die Isolation. Ihr Krankheitsgefühl, ausgelöst durch den Liebeskummer, kann so stark sein, dass es ihnen nicht möglich ist ihrer Arbeit nachzugehen. In solchen Verläufen spricht man von einer Anpassungsstörung. Die Anpassungsstörung kann auch begleitet sein von einer kurzen oder längeren depressiven Reaktion. Angst kann in dieser Phase ebenfalls auftreten. In diesem Fall sollten Sie sich auf jeden Fall professionelle Hilfe suchen.

In schweren Fällen oder wenn die betroffene Person auch unabhängig von der erlebten Trennung zu Depressionen neigt, kann es vorkommen, dass der Liebeskummer in einer richtigen Depression endet. Dann ist eine ärztliche Behandlung notwendig.